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Beschreibung der Handschrift

Art und Anzahl der Lagen

Auf der Basis der alten Zählung von Bruno Claussen ergibt sich das folgende Lagenschema:

  • 1 Quinio (Bl. 1-10)
  • 2 Einzelblätter (Bl. 11 und 12)
  • 1 Ternio (Bl. 13-18)
  • 1 Quinio mit 2 fehlenden Einzelblättern (Bl. 19-26) [nach Bl. 23 das ungezählten Blattfragment 23a]
  • 1 Binio (Bl. 27-30) [als Rest eines ehemaligen Quinos, dem sechs Einzelblätter fehlen?]
  • 1 Quaternio (Bl. 31-38) [als Rest eines Quinios, dem 2 Einzelblätter fehlen?]
  • 1 Doppelblatt (Bl. 39-40)
  • 1 Binio (Bl. 41-44) [als Rest eines Ternios, dem zwei Einzelblätter fehlen?].

Umfang

Claussen konnte 44 Blätter des Liederbuchs zusammentragen, die in der von ihm rekonstruierten Lagenordnung neu vereinigt wurden.

Es handelt sich genauer gesagt um 44 (mehr oder minder) ganz erhaltene Blätter sowie einen eingehefteten Papierfetzen, der in der Edition von Ranke und Müller-Blattau als Bl. 23a gezählt wird. Diese Nummerierung der Blätter, die auf Bruno Claussen zurückgeht (und die sich in der Handschrift auf den Recto-Seiten oben rechts findet), wird auch in dem Farbfaksimile von 1989 beibehalten, das der Neuausgabe von Ranke und Müller-Blattau beigefügt wurde und zudem als Separatdruck der Rostocker UB erschien (Rostocker Liederbuch. Faksimile der Handschrift Mss. philol. 100/2 der Universitätsbibliothek Rostock. Mit einem Nachwort von Karl-Heinz Jügelt. Rostock 1989). In der Handschriftenbeschreibung von Heydeck (S. 130) hingegen wird dieses Blattfragment (im Rückgriff auf eine jüngere Zählung, die sich auf den Recto-Seiten unten links findet) als Bl. 24 gezählt; deshalb weicht Heydeck ab Bl. 23 von der eingeführten Zählung ab; dieser Nummerierung folgt auch das Digitalisat der Handschrift auf dem Dokumentenserver der Rostocker Universitätsbibliothek.

Um die Vergleichbarkeit mit der einschlägigen Forschung zu gewährleisten, wird (wie auch in der Neuedition) die alte Nummerierung beibehalten. Zur Zählung vgl. auch Heydeck, S. 129.

– Einige Seiten sind leer geblieben (Bl. 31v, 40rv, 44v).

Mise en page

Die Seiten sind unliniert, die gesamte mise en page ist ausgesprochen schlicht: Oft wird nicht einmal der Schriftraum (von ursprünglich etwa 12–12,5 x 6,5– 7 cm) fixiert, die Verse sind bei den Liedern (wie in der Lyriküberlieferung üblich) nicht abgesetzt, als einzige kolometrische Gliederungshilfe fallen die gelegentlichen Markierungen von Refrains auf.